Kreuz Gunzesried

Fünf Jahre später…

Canyoning Abseilen Gunzesried Allgäu

Canyoning Abseilen Gunzesried Allgäu

Am 16.9.2017 war ein trauriger Jahrestag für den Canyoning Sport im Allgäu. Der tödliche Unfall einer jungen Frau, die an diesem Tag vor fünf Jahren mit Arbeitskollegen einen spannenden Betriebsausflug erleben wollte, wird durch das Kreuz direkt am Einstieg der Canyoning Tour in Gunzesried täglich in Erinnerung gehalten.

Es ist nun fünf Jahre her, dass mich der Vorgang unfassbar wütend gemacht hat. Auch nach dieser Zeit ist die Wut nicht weniger geworden.

Ältere Canyoning Anbieter haben sich vom Markt zurückgezogen, dafür sind viele neue und junge Anbieter dazu gestoßen.

Was hat sich seit dem tragischen Unglück im Herbst 2012 verändert?

  • Die Zahl der Anbieter für Canyoning Touren hat sich stark erhöht.
  • Die Zahl der Tourengäste  im Bereich Canyoning hat sich dramatisch erhöht.
  • Die Anzahl an Canyoning Guides, die nebenberuflich in ihrer Freizeit und an Wochenenden Touren führen,  ist stark angestiegen.

Dagegen sind:

  • Die Schluchten immer kleiner geworden – Die Anzahl der durch die Schlucht gepressten Gäste übersteigt oft die Anzahl Der Wanderer auf den neben liegenden Fußwegen. Das sorgt für viele Stauungen bei den Touren.
  • Der Respekt unter den vielen Guides ist immer weniger geworden. Anstatt sich professionell abzusprechen, wird immer mehr gedrängelt und schlecht übereinander geredet.
  • Die Angst der an oben genanntem Unfall direkt und indirekt Beteiligten ist weniger geworden. Es läuft fast niemand mehr Umwege, um das Kreuz nicht bei der Tour sehen zu müssen.

Mich erinnert das an den rasanten Anstieg der Besucherzahlen nach dem ersten tödlichen Unfall beim Bungeespringen in Deutschland.

In einer Radioreportage zwei Jahre nach diesem Unfall wurde berichtet, dass Die Buchungen beim Bungeespringen um 800 % gestiegen waren und viele neue Anbieter für den kurzen Kick wie Unkraut aus dem Boden geschossen sind. Pervers?

Ich möchte mit diesem Beitrag der jungen Frau gedenken und ihrer Familie –  Ihrem Mann und dem kleinen Kind, dessen Wachsen und dessen Einschulung sie leider nicht miterleben darf.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie als Schutzengel über der Schlucht wacht und dafür bin ich sehr dankbar.

Ich würde mich freuen, wenn ich in fünf Jahren den nächsten Beitrag zu diesem Thema schreibe, dass es bis dahin immer noch kein weiteres Todesopfer zu beklagen gibt.

Das wird aber nur gelingen, wenn die vielen Anbieter und Guides so Dinge wie Demut und Respekt leben und vermitteln und Dinge wie Profit und Selbstdarstellung weit dahinter anstellen können.

Mit den besten Hoffnungen für die Zukunft.

Jonny

Canyoning Team Icon

Canyoning und Qualität

Canyoning Team Qualität Gunzesried Abseilstelle

Canyoning Team Qualität: kleine Gruppe, 2 Guides!

Ich stelle mir selber oft die Frage, wie man Qualität im Canyoningbereich messen und darstellen kann?

Wie kann man den Menschen die sich zwischen den vielen Internetangeboten entscheiden müssen glaubwürdig klar machen, dass das eigene Angebot deutlich besser ist, als das was man wo anders buchen kann?

Wir ( die mittlerweile vielen Unternehmen) bewegen uns zum Teil in den selben Schluchten, fast alle Unternehmen greifen auf freiberufliche Guides zu, die eine gute Ausbildung haben und diese jeder Firma die Ihn anfragt zur Verfügung stellen. Ist jetzt die Tour dann besonders gut, weil sie mit einer bestimmten Firma stattgefunden hat, oder weil der Guide es so gut gemacht hat, der für jede Firma, mag sie auch noch so schlampig sein,  immer die gleiche Führungs-Qualität abliefert? Weiterlesen

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Canyoning 2016 – Quo vadis?

Bodengo 2 Einblick

Ich frage mich regelmäßig zum Start der Canyoning-Saison, was kommt wohl in diesem Jahr spannendes in den Schluchten auf mich zu. Hier meine persönliche Erfahrung und Meinung:

Eigentlich sollte es im Canyoning keine großen Veränderungen mehr geben. Wenn man regelmäßig die Fortbildungen besucht, ist man auf dem aktuellen Stand. Auch die etablierten Verbände sind an einer Fortentwicklung interessiert und so wurden die Ausbildungen in den vergangenen Jahren immer

besser und umfangreicher. Die Regeln für das Führen von Gästen in der Schlucht sind bewährt und wurden anhand von Fehlentwicklungen und Unglücken in den Vergangenen Jahren oft überdacht und angepasst.

Führend in diesen Bereichen sind sicher die Landesverbände in Frankreich, der Schweiz und Österreich, die auf eine lange Zeit der kommerziellen Schluchtenführungen zurück blicken können.

Der Tenor ging immer dahin gehend dass die Gruppengröße für jeden Guide gut überschaubar sein muss und die Qualifikation der Guides und Assistenten auf einen hohen Niveau sein soll.

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huraaaaaaa

Tobeln – was ist das?

tobeln oder canyoning mit kind

Das habe ich mich vor kurzem auch wieder gefragt, nachdem ich mit meiner Tochter die Canyoning Einsteigertour im Allgäu begangen habe und mehrere Gruppen beim tobeln erleben durfte.

Tobeln könnte möglicherweise im allgäuerischen schon benutzt worden sein, bevor ein befreundeter Unternehmer und ich auf die Idee gekommen sind, das spielerische Begehen eines einfachen Tobels im Allgäu, ohne Hilfsmittel wie Seil und Haken, so zu nennen.

Aber wie kam es dazu? Weiterlesen

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Canyoning Blog im Allgäu – mit dem Canyoning Team Allgäu

Canyoning Rafting Abenteuer buchen

Der Canyoning Blog vom Canyoning Team Allgäu möchte sich mit qualifizierten Beiträgen zum Thema Canyoning – die gern auch lustig, nachdenklich  oder auch  mal kritisch sind – zu Wort melden.

Es wir viel über Canyoning, Rafting und Outdoorsport geschrieben. In den seltensten Fällen gibt es Beiträge von Leuten die sich täglich in Schluchten und Flüssen bewegen und die Natur dort hautnah erleben.

Blogs werden in vielen Fällen im Outdoorsport-Bereich grundsätzlich dazu verwendet Inhalt zu produzieren, um die eigenen Internetseiten interessanter zu machen und um in den Suchmaschinen besser gelistet zu werden. Weiterlesen